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Jun 22

Fidelitas Nachtlauf 2015 – Franz Holzleitner

Dieser Nachtlauf stand auch wieder zum dritten Mal in Folge auf dem Plan und diesmal auch als letzter Wettkampf für die mindestens nächsten 12 Monate.

Die Anfahrt nach Karlsruhe verlief zügig und die Stunde der noch zur Verfügung stehende Zeit bis zum Startschuss verging ganz schnell. Etliche bekannte Gesichter waren hier wieder Anwesend.

Pünktlich um 17 Uhr erfolgte der Startschuss mit diesem zusammen meldete sich Regentropfen für einen Regen der sich nicht durchsetzen konnte. Ideales Laufwetter trocken, kühl und keine stechende Sonne. Nach den ersten Schritten, was ist los mit meinen Unterschenkel die fühlen sich richtig hart an. Ein Gefühl das ich bisher nicht kannte und auf das ich verzichten könnte.  So nach ca. 3Kilometer war wieder alles in Ordnung, die Härte verschwand wieder aus meinen Waden. Versuchte die ersten 20km nicht zu übertreiben, der erste Fidelitas 2013 war noch zu arg im Gedächtnis um den damaligen Einbruch zu vergessen. Die Witterung war bestens für solchen Lauf angenehm kühl und trocken bis auf den Start. Etliche bekannte Ultraläufer waren hierbei unterwegs so dass auch immer wieder ein Gespräche ergaben. Feste Nahrung nahm ich kaum an Verpflegungsstellen zu mir die fand ich meist auf der Strecke. Für diejenigen die sich dafür interessieren, Brenneselblätter als Rohkost war massenhaft auf der Strecke. Bei km 32-33 hatte ich mal einen Einbruch da wollte der Körper nicht mehr so richtig aber er erholte sich schnell wieder. Daraufhin lief es nicht schlecht und zum Ende hin wurde es gefühlt immer besser. Ab Kilometer 50 lief ich fast nur noch alleine durch den finsteren Wald. Mein Feind der Krampf holte mich nirgends ein obwohl etliche Steigungen vorhanden waren und ich viele durchlief. Bei den letzten Kilometer musste ich schon feststellen dass ich gegen die Zeit verloren habe, wollte die 8 vorne stehen haben leider wurde es die 9 obwohl ich zum Ende hin etliche einholte. Ins Ziel liefen wir, ein junger Kerl und ich gemeinsam dieser hängte sich an mir und wir kamen zum Ende ins Gespräch er dankte mir er wollte schon nicht mehr und lies sich praktisch nur mehr von mir ziehen. Wir liefen dann nebeneinander ins Ziel wir wollten keinen Endspurt mehr einlegen. Die Zielzeit war 9:08:23 um 12 Minuten langsamer als letztes Jahr aber doch noch deutlich besser als 2013 mit 9:55:xx. Der Gesamtplatz war 69 der Ak war 4 es gab nur die Zehner- Einteilung  und somit M60. Anschließend unter die heiße Dusche und ab ins Auto zum Schlafen.